MEINE KUNST UND IHRE VERMITTLUNG: ZWEITÄGIGER PORTFOLIOWORKSHOP MIT BIRGIT EFFINGER

Künstlerinnen sehen sich immer wieder vor die Herausforderung gestellt, das eigene Werk in einem Portfolio zu vermitteln und sich zu ihrer Arbeit zu äußern. Die künstlerische Praxis und deren situationsgerechte Präsentation im Rahmen eigener Veröffentlichungen oder bei einer Bewerbung für ein Stipendium, einen Arbeitsaufenthalt oder eine Ausstellung sind freilich zwei verschiedene Dinge. Insbesondere bei Bewerbungen soll eine Mappe den künstlerischen Arbeitsansatz direkt vermitteln.

 

Für die Gestaltung einer Mappe gibt es kein Patentrezept. Jede Mappe sollte individuell, der jeweiligen Ausschreibung entsprechend auftreten und zudem budgetfreundlich sein.

 

Der Workshop vermittelt verschiedene Modelle und Methoden, um die eigene künstlerische Arbeit präzise und angemessen zu präsentieren. Dazu werden konkrete Portfolioanalysen, die Erörterung von Mappengestaltung, Kurzvorstellungen und die Erarbeitung kurzer Texte stattfinden.

 

Der Workshop geht von der individuellen Arbeitspraxis der Teilnehmerinnen aus und wird die Balance halten zwischen praktischen Übungen und konkreten Informationen über Jurymodalitäten. Ziel ist, unterschiedliche Bausteine zur Vermittlung der eigenen Arbeit zu erarbeiten. Unverzichtbar ist daher, relevante Unterlagen (Portfolio, Fotos, Kurztexte, Abb. etc.) mitzubringen!

 

Birgit Effinger ist Kunstwissenschaftlerin, Lehrende, Autorin und Moderatorin. Sie leitet seit 2002 gemeinsam mit Hannah Kruse das Goldrausch Künstlerinnenprojekt, ein postgraduales Professionalisierungsprogramm für Bildende Künstlerinnen in Berlin. Zudem schreibt sie regelmäßig Beiträge in Kunstzeitschriften und Katalogen zu Fragen des ästhetischen und politischen Handelns und bringt mehrfache Juryerfahrungen mit, etwa für Projekt- und Katalogförderungen, Arbeitsstipendien und „Kunst am Bau“. Sie trainiert an zahlreichen Kunsthochschulen/Universitäten berufspraktische Vermittlungsfähigkeiten zur künstlerisch/gestalterischen Berufspraxis.


Ort: Grafikklasse; Knooper Weg, Kiel
Datum: Sonntag, 01.06.2014 – Montag, 02.06.2014
Zeit: Ganztägig
01.06.2014 Schreibe einen Kommentar

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Zeichnung und Druckgrafik

Der Begriff Zeichnung unterlag im letzten Jahrhundert einem starken Wandel. Die Kunstrichtungen wie z.B. Surrealismus oder Dada initiierten das intensive Experimentieren mit ungewöhnlichen zeichnerischen Mitteln und ihren Untergründen. Die oft untergeordnete Rolle der Zeichnung als Studie bzw. Skizze wurde dadurch teilweise hinterfragt und die Möglichkeit der Gleichstellung dieses Mediums mit den etablierten Kunstausdrucken (wie die Malerei) angeregt. Diese Entwicklung setzte sich auch später z.B. mit der Konzept- oder Minimal Art fort.

Mit dem gleichzeitigen Auftreten der Neuen Medien Anfang der 60er Jahre bis heute wurde die Verwirklichung der Zeichnung in diesen neuen medialen Kontexten sichtbar, auch als die Dokumentation vielfältigen zeichnerischen Äußerungen. Dabei werden unterschiedliche zeichnerische Materialien genutzt. Immer häufiger ersetzt der reale Raum (auch die Landschaft als Raum) bis hin zum virtuellen Raum das Papierblatt.

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Prof. Piotr Nathan
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